Die Planung und der Bau nachhaltiger Immobilien sind heute Standard. Doch die wahre Herausforderung beginnt nach der Schlüsselübergabe: im jahrzehntelangen Betrieb. Wer eine DGNB Zertifizierung anstrebt oder halten möchte, muss beweisen, dass das Gebäude auch im Alltag ökologischen und sozialen Ansprüchen gerecht wird.
Ein oft unterschätzter, aber wesentlicher Faktor ist dabei die Bewirtschaftungsstrategie. Sie ist ein zentraler Baustein für den Werterhalt und die Nutzerzufriedenheit.
Was ist DGNB eigentlich?
Bevor wir in die Details der Bewirtschaftung einsteigen, klären wir die Grundlagen: Was ist DGNB? Die Abkürzung steht für die Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen. Ihr System gilt weltweit als „Global Benchmark für Nachhaltigkeit“, da es weit über die reine Energieeffizienz hinausgeht.
Im Gegensatz zu anderen Labels zertifiziert die DGNB keine einzelnen Produkte, sondern immer das ganze Gebäude oder ganze Stadtquartiere über deren gesamten Lebenszyklus hinweg. Dabei werden sechs Themenfelder bewertet:
- Ökologische Qualität: Wie groß ist der ökologische Fußabdruck? (z. B. CO2-Bilanz, Ressourceneinsatz).
- Ökonomische Qualität: Rechnet sich das Gebäude langfristig? (z. B. geringe Lebenszykluskosten, Wertstabilität).
- Soziokulturelle & Funktionale Qualität: Wie fühlen sich die Menschen darin? (z. B. Gesundheit, Barrierefreiheit, Innenraumluftqualität).
- Technische Qualität: Wie gut ist die technische Ausführung? (z. B. Brandschutz, Reinigungsfreundlichkeit).
- Prozessqualität: Wie nachhaltig wurde geplant und gebaut? (z. B. Baustellenlogistik, Qualitätssicherung).
- Standortqualität: Wo steht das Gebäude? (z. B. Anbindung an den ÖPNV).
Das Besondere: Die DGNB Zertifizierung vergibt Auszeichnungen in Platin, Gold, Silber oder Bronze – je nachdem, wie hoch der Erfüllungsgrad dieser Kriterien insgesamt ist. Eine nachhaltige Reinigung zahlt dabei vor allem auf die ökologische und die soziokulturelle Qualität ein, da sie den Werterhalt sichert und die Gesundheit der Nutzer schützt.
Effiziente Bewirtschaftung im Fokus der DGNB-Kriterien
Im Nutzungsprofil für Bestandsgebäude oder beim Kriterium der Reinigungsfreundlichkeit im Neubau rückt die operative Umsetzung der DGNB Zertifizierung in den Fokus. Hier geht es darum, negative Umwelteinflüsse zu reduzieren und ein gesundes Umfeld für die Nutzer zu schaffen. Wer sich intensiv mit der Frage auseinandersetzt „Was ist DGNB-konformer Gebäudebetrieb?“, erkennt schnell, dass die Qualität der Bewirtschaftung maßgeblich über den langfristigen Zertifizierungsstatus entscheidet.
Zentrale Handlungsfelder im Detail:
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Ressourceneffizienz: Die Reduktion des Wasser- und Energieverbrauchs ist im Rahmen der DGNB essenziell. Dies gelingt durch moderne Verfahren und präzise gesteuerte Technik, die den ökologischen Fußabdruck minimiert.
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Umweltverträgliche Substanzen: Der Verzicht auf kritische Inhaltsstoffe schützt das Ökosystem und verbessert die Innenraumhygiene – ein wichtiger Punkt für die ökologische Bewertung der DGNB Zertifizierung.
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Luftqualität und Gesundheit: Die Minimierung von Feinstaub zahlt direkt auf die soziokulturelle Qualität des Gebäudes ein und ist ein Kernaspekt für ein gesundes Arbeitsumfeld nach DGNB-Standard.
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Transparenz durch Dokumentation: Faktenbasierte Nachweise über Reinigungsintervalle und Verbräuche sind für jedes Audit der DGNB Zertifizierung zwingend erforderlich, um die Nachhaltigkeit messbar zu belegen.
Technologische Innovation als Unterstützer
Um die anspruchsvollen Anforderungen für eine DGNB Zertifizierung wirtschaftlich und messbar umzusetzen, gewinnen datenbasierte Ansätze an Bedeutung. Automatisierte Lösungen können hier einen wertvollen Beitrag leisten, indem sie Prozesse standardisieren und objektivierbar machen. Wer sich fragt „Was ist DGNB-konformes Arbeiten im Alltag?“, findet die Antwort oft in der präzisen technischen Umsetzung.
Ein Beispiel für diesen technologischen Fortschritt ist der Nexaro NR 1700. Solche Systeme können die Nachhaltigkeitsziele einer Immobilie auf technischer Ebene unterstützen:
- Durch eine hocheffiziente Filterung (HEPA-H13) wird die Partikelbelastung im Raum reduziert – ein Kernaspekt der soziokulturellen Qualität.
- Die autonome Arbeitsweise ermöglicht eine präzise Reinigung, was den Ressourceneinsatz im Vergleich zu konventionellen Methoden optimieren kann.
- Digitale Schnittstellen liefern die für die DGNB notwendigen Daten direkt und transparent, was den Dokumentationsaufwand für das Audit erheblich reduziert.
Verantwortung im Betrieb übernehmen
Nachhaltigkeit in der Gebäudebewirtschaftung ist ein kontinuierlicher Prozess. Es geht nicht um kurzfristige Effekte, sondern um eine Strategie, die ökologische Verantwortung mit ökonomischer Vernunft verbindet. Innovative Technik fungiert dabei als Werkzeug, um die hohen Standards der DGNB im Alltag sicherzustellen und Immobilienwerte langfristig zu schützen.
